Steingut-Tonmasse
Eine feinkörnige Steingutmasse bildet die Grundlage aller Serien. Sie lässt sich gut drehen und bleibt nach dem Brand robust genug für den täglichen Küchengebrauch.
Unsere Geschichte
Wie aus einem Hobby in einer alten Scheune eine Werkstatt für Vorratsdosen und Aufbewahrungsgefäße wurde.
Die erste Töpferscheibe stand in einer umgebauten Scheune, gebraucht gekauft und mit einem provisorischen Fußpedal ausgestattet. Was als Feierabendbeschäftigung begann, wurde über zwei Jahre zu einem festen Programm aus einfachen Schalen und ersten Vorratsgefäßen mit improvisierten Deckeln.
Der Wechsel zum Korkdeckel kam aus einer praktischen Überlegung. Kork nimmt keine Fremdgerüche an, ist leicht und dichtet auf glasiertem Steingut gut ab, ganz ohne Gummiring oder Kunststoffeinsatz.
Aus dem improvisierten Deckel wurde so ein festes Merkmal der Serien.
Im Jahr zog die Werkstatt in ein größeres Gebäude in der Eifel, mit Platz für zwei Töpferscheiben, einen Elektrobrennofen und ausreichend Regalfläche für Trocknungsphasen. Die ruhige Lage abseits größerer Straßen erwies sich als geeignet für einen Arbeitsablauf, der auf Konzentration und Wiederholung angewiesen ist.
Verwaltung, Kundenkommunikation und Versandlogistik wurden später von Hamburg aus organisiert, während die eigentliche Fertigung an der Eifel-Adresse verblieb. Diese Aufteilung hat sich über die Jahre bewährt.
So verbindet die Manufaktur ländliche Fertigung mit städtischer Erreichbarkeit.
Material & Werkzeug
Drei Elemente prägen jedes Stück: die Tonmischung, die Glasurrezeptur und die Handhabung an der Scheibe.
Eine feinkörnige Steingutmasse bildet die Grundlage aller Serien. Sie lässt sich gut drehen und bleibt nach dem Brand robust genug für den täglichen Küchengebrauch.
Die Glasuren werden in kleinen Chargen selbst angerührt, auf Basis von Feldspat, Quarzmehl und natürlichen Farboxiden für die jeweilige Erdtonpalette.
Zwei elektrische Scheiben mit stufenlos regelbarer Drehzahl ermöglichen wiederholbare Maße innerhalb einer Serie, ohne die Formgebung vollständig zu standardisieren.
Die Korkdeckel werden nach Maß zugeschnitten und vor dem Versand auf festen Sitz geprüft, damit sie ohne Nacharbeit passen.
Jedes dieser Elemente lässt sich einzeln nachjustieren, wenn eine Serie weiterentwickelt wird.
Werkstattdetails
Die Fertigung liegt in den Händen eines kleinen Teams, das sich Drehen, Glasieren und Verpackung je nach Auftragslage aufteilt. Größere Bestellwellen, etwa vor der kalten Jahreszeit, werden durch flexible Arbeitszeiten aufgefangen.
Neue Farbtöne und Formvarianten entstehen zunächst als Musterstücke und werden über mehrere Brennzyklen getestet, bevor sie regulär in das Sortiment aufgenommen werden.
Entwicklung findet in der Werkstatt in kleinen, nachvollziehbaren Schritten statt.